Die DIN EN ISO 17892-12 fordert für bindige Böden eine exakte Klassifikation der Konsistenz — in Rheine ist das keine Formsache. Die quartären Ablagerungen entlang der Ems, besonders die Auenlehme und Beckentone im Bereich der Innenstadt und Richtung Elte, weisen eine Plastizität auf, die ohne genaue Atterberg-Grenzen keine seriöse Baugrundbeurteilung zulässt. Eine reine Kornanalyse reicht hier nicht. Unser Labor, nach ISO 17025 akkreditiert, führt die Bestimmung von Fließgrenze und Ausrollgrenze mit der Präzision durch, die Planer für Standsicherheitsnachweise nach Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) benötigen. Die Erfahrung zeigt: Gerade in einem Stadtgebiet mit rund 76.000 Einwohnern, wo die Bebauung vom Emsdeich bis zum Waldhügel reicht, variieren die Konsistenzzahlen kleinteilig. Wir liefern die Kennwerte, die verhindern, dass eine Baugrube im zähen Lehm zur Überraschung wird. Ergänzend zur Laborarbeit bietet sich bei tiefgründigen Wechsellagerungen die CPT-Sondierung an, um den Schichtaufbau vor Ort zu verifizieren und die Laborproben gezielt anzusetzen.
Die Plastizitätszahl des Emsauenlehms in Rheine trennt den steifen vom breiigen Zustand — ein Laborwert, der über Streifenfundament oder Tiefgründung entscheidet.
Technische Details zur Leistung in Rheine

Lokale geotechnische Bedingungen in Rheine
Das westfälische Klima mit seinen Stauniederschlägen und der hohen Grundwasserneubildung im Emsland setzt bindige Böden in Rheine einer permanenten Wasserwechselbeanspruchung aus. Ein Boden, der im August steif erscheint, kann nach einer nassen Oktoberwoche plötzlich weich reagieren — die Konsistenzzahl stürzt ab, ohne dass die Zusammensetzung sich geändert hätte. Wer die Atterberg-Grenzen nicht als Routineuntersuchung einplant, läuft Gefahr, die Scherfestigkeit des Baugrunds zu überschätzen. Das Problem verschärft sich in den Altlastenbereichen der ehemaligen Textilindustrie, wo verunreinigte Auffüllungen das rheologische Verhalten zusätzlich verzerren. Eine alleinige Sondierung bildet diesen wasserabhängigen Zustandswechsel nicht ab. Nur die Kombination aus Laborversuch nach DIN und einer stichhaltigen Feldansprache durch einen erfahrenen Ingenieurgeologen, der die lokalen Bodenarten kennt, schafft die Datengrundlage, die das Baugrundrisiko in Rheine beherrschbar macht.
Unsere Leistungen
Unser Leistungsspektrum im Labor Rheine umfasst die vollständige Konsistenzbestimmung sowie ergänzende bodenmechanische Prüfungen für das Münsterland.
Konsistenzgrenzen nach DIN EN ISO 17892-12
Fließgrenze mit dem Gerät nach Casagrande, Ausrollgrenze manuell bei 3 mm Durchmesser. Inklusive Plastizitätsdiagramm nach DIN und Ausweisung der Konsistenzzahl Ic für jede Probe aus Rheine.
Zustandsbewertung für Gründungen in Rheine
Interpretation der Atterberg-Grenzen im Kontext der lokalen Geologie: Emsauenlehm, Beckenton und Geschiebemergel. Wir bewerten, ob die anstehende Konsistenz für eine Flachgründung ausreicht oder eine Bodenverbesserung nötig wird.
Fragen und Antworten
Welche Bodenarten in Rheine erfordern zwingend die Atterberg-Grenzen?
Alle bindigen Böden mit einem Feinkornanteil über 40 Prozent — das betrifft in Rheine vor allem den Auenlehm entlang der Ems, die tonigen Schluffe im Bereich der Innenstadt und die Geschiebemergelreste am Thieberg. Sandige Böden der Niederterrasse sind dagegen meist nicht plastisch, hier reicht eine Kornanalyse.
Was kostet die Bestimmung der Atterberg-Grenzen für eine Probe aus Rheine?
Die Bestimmung von Fließ- und Ausrollgrenze liegt bei einer Einzelprobe je nach Aufbereitungsaufwand in einer Spanne von 60 € bis 100 €. Bei mehreren Proben aus einem Projekt, etwa aus verschiedenen Tiefen einer Baugrube, staffeln sich die Kosten nach unten.
Wie lange dauert die Prüfung im Labor?
Die reine Prüfzeit beträgt etwa einen Tag, sobald die Probe im Labor getrocknet und aufbereitet ist. Mit Vortrocknung muss man insgesamt mit zwei bis drei Werktagen rechnen. Bei dringenden Projekten in Rheine bieten wir einen Expressdurchlauf innerhalb von 24 Stunden nach Probeneingang an.
Warum reicht nicht nur die Fließgrenze allein?
Die Fließgrenze allein sagt wenig über das Verhalten bei geringeren Wassergehalten aus. Erst die Plastizitätszahl als Differenz aus Fließ- und Ausrollgrenze zeigt, wie breit der plastische Bereich ist. Ein toniger Schluff aus dem Emsauenbereich kann eine hohe Fließgrenze haben, aber eine niedrige Plastizität — dann reagiert er bei Wasserzutritt schlagartig, nicht graduell. Das ist für die Baugrubenbemessung in Rheine entscheidend.