Zwischen der dichten Bebauung im Stadtteil Bentlage und den offenen Ackerfluren Richtung Elte liegen geotechnisch Welten. In Rheine prägen die sandig-kiesigen Ablagerungen der Emsaue den Untergrund, während am Hangfuß des Teutoburger-Wald-Ausläufers bei Hauenhorst kompaktere Geschiebemergel anstehen. Wer hier ein Bauvorhaben plant, merkt schnell: Einheitliche Bodenkennwerte gibt es nicht. Genau hier setzt unsere Injektionsbemessung an. Wir ermitteln, wo gezielte Grouting-Maßnahmen die Tragfähigkeit erhöhen und Setzungen reduzieren. Die Bandbreite reicht vom Verfüllen von Dränagehohlräumen unter einer Altstadt-Fundamentplatte bis zur Ertüchtigung der Baugrubensohle im Grundwasserbereich am Emsufer. Kombiniert mit einem CPT-Versuch zur lückenlosen Schichtenerfassung liefert die Bemessung ein wirtschaftlich optimiertes Injektionsraster.
Eine wirtschaftliche Injektionsbemessung lebt von der richtigen Suspension für den lokalen Korndurchmesser – nicht von überdimensionierten Sicherheitsfaktoren.
Technische Details zur Leistung in Rheine

Demonstration video
Lokale geotechnische Bedingungen in Rheine
Rheine hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg entlang der Ems stark ausgedehnt, oft auf Flächen, die ursprünglich als Grünland oder Acker dienten. Diese Flächen sind geotechnisch anspruchsvoll, weil sich unter einer tragfähigen Deckschicht häufig weiche Auelehme und Mudden verbergen. Wer darauf verzichtet, diese Zonen vor einer Gründung zu behandeln, riskiert ungleichmäßige Setzungen, die sich schon nach wenigen Jahren in Rissen im Mauerwerk des Neubaugebiets Dutum zeigen. Noch kritischer wird es bei innerstädtischen Baulücken: Hier kann eine unzureichend bemessene Injektion die Nachbarbebauung gefährden, weil sich der Injektionsdruck unkontrolliert in lockere Sande ausbreitet und Hebungen verursacht. Unsere Bemessung beinhaltet deshalb immer eine Setzungs- und Hebungsprognose auf Basis von Drucksondierdaten, ergänzt um eine räumliche Begrenzung des Injektionskörpers.
Unsere Leistungen
Unsere Injektionsbemessung in Rheine deckt den gesamten Prozess von der Baugrunderkundung bis zur ausführungsreifen Planung ab. Wir arbeiten eng mit dem ausführenden Bohrunternehmen zusammen und begleiten die ersten Injektionslanzen vor Ort.
Geotechnische Voruntersuchung und Injektionskonzept
Kombination aus Drucksondierungen und Rammkernsondierungen im Stadtgebiet Rheine zur Erfassung der Kornverteilung und Lagerungsdichte. Wir legen das Injektionsraster, die Suspensionsrezeptur und die maximal zulässigen Drücke fest.
Qualitätskontrolle und Abnahmeprüfung
Während der Injektionsarbeiten prüfen wir stichprobenartig die Suspensionseigenschaften (Marsh-Trichter, Sedimentation) und dokumentieren den tatsächlichen Verbrauch pro Ifd. Meter. Abschließende Rammsondierungen bestätigen den erreichten Verfüllgrad und die Homogenität des Injektionskörpers.
Fragen und Antworten
Was kostet eine Injektionsbemessung für ein Einfamilienhaus in Rheine?
Für ein typisches Einfamilienhaus in Rheine liegen die Kosten für die Injektionsbemessung je nach Aufwand der Vorerkundung und Anzahl der erforderlichen Injektionspunkte zwischen €980 und €3.500. Der Preis umfasst die Drucksondierung, die Festlegung der Suspensionsparameter und den Bemessungsbericht.
Ab welcher Tiefe ist eine Injektion unter dem Grundwasserspiegel der Ems sinnvoll?
Das hängt vom Zweck ab. Für eine Untergrundabdichtung gegen drückendes Wasser reicht oft eine Injektionssohle ab 2,5 m unter GOK. Soll eine Baugrubensohle verfestigt werden, gehen wir in Rheine meist bis 4–5 m Tiefe, um die weichen Auelehme vollständig zu durchörtern.
Wie lange dauert es, bis eine Zementsuspension im Rheiner Sand abbindet?
Mit Portlandzement CEM I 42,5 R und einem W/Z-Wert von 0,8 beginnt die Erstarrung nach etwa 4–6 Stunden. Die Endfestigkeit von rund 5–10 N/mm² wird nach 28 Tagen erreicht. Bei kühleren Temperaturen im Herbst kann sich dieser Prozess um ein bis zwei Tage verzögern.
Kann eine Injektion auch unter bestehenden Gebäuden in der Rheiner Innenstadt durchgeführt werden?
Ja, das ist mit dem Manschettenrohrverfahren möglich. Wir bohren in einem Winkel von 30–45 Grad unter das Fundament und verpressen die Suspension in mehreren Stufen. Die maximale Reichweite pro Injektionsstelle beträgt etwa 1 Meter, sodass wir ein dichtes Raster für eine vollflächige Behandlung planen.